Druckschrift 
5 (1838)
Entstehung
Seite
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Diesem Vorsatz gemäß enthielt er sich, die Orte,zu besuchen, an welchen Eveline zu erscheinen Pflegte;und wenn der Zufall sie znsammenführtc, war er inseinem Benehmen verlegen und cinsylbig. Sie wun-derte sich endlich fühlte sic sich verletzt vielleichtselbst bekümmert; denn soviel i-st gewiß, daß Mal-travers Recht hatte, wenn er glaubte, sie habe inihrem Wesen die Munterkeit verloren, die sic auf derRcktorci Mcrton anszeichnetc- Doch aber mag bezwei-felt werden, ob Eveline so viel mit Lcgard znsammen-gckommen war, und ob ihre romantische Phantasienoch frei genug geblieben von den magischen Einflüssendes Genius, der in der beredten Huldigung Maltra-vers' sie ansprach und anrcgte, um selbst auf Ursachen,die Bezug hatten ans den jüngeren Liebhaber, die sin-nende Melancholie znrückzuführcn, welche sich ihrer be-mächtigte. Bei sehr jungen Mädchen, neu in derWelt und in der Sclbstkcnntniß verkündigen mancheunbestimmte und schwankende Gefühle das Aufdäm-mern der Liebe; Schatten ans Schatten und Lichtans Licht folgt, che die Sonne hcrvorbricht und dieErde zum Bcwußtscpn ihrer Gegenwart erwacht.

An einem Äbcnd, wo Legard sich hatte in eine

Gesellschaft bei dem-Gesandten führen lassen,

sah er, als er dort an der Thüre stand, in einer klei-nen Entfernung Maltravcrs im Gespräch mit Evclinen.Da zuckte er wieder unter den Qualen feines eifer-süchtigen Grames; und da wie er so hin sah

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