Druckschrift 
5 (1838)
Entstehung
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Lcgard brachte die Unterhaltung ans andere Ge-genstände. Er sprach vomCarneval, von Bällen, vonMaskeraden, Opern, herrschenden Schönheiten.

Ach!" sagte Maltravcrs mit einem halben Seuf-zer,Ihr Alter ist das rechte für solche schimmerndeZerstreuungen; mir find fic wie ein zum zweiten Malerzähltes Mährchcn."

Maltravcrs beabfichtigte cs nicht aber Legardfühlte sich durch diese Bemerkung gekränkt. Er meinte,fic enthalte einen Sarkasmus über den kindischen Ge-schmack seines Geistes oder über den Leichtsinn seinerLcbensstrebungcn; mit aufsteigender Rothe versetzte er:

Ich fürchte cs ist nicht der leichte Unterschied derJahre zwischen uns, es ist der Unterschied des Geistes,worauf Sie hindeutcn wollten; aber Sic sollten be-denken, nicht alle Männer haben Ihre Gaben, nichtalle Männer können Ansprüche auf Genius machen!"

Mein lieber Lcgard," sagte Maltravers freund-lich,wähnen Sie nicht, ich habe auch nur entfernteine so ungehörige und anmaßende Andeutung mir er-lauben wollen. Glauben Sic mir, ich beneide Sie,aufrichtig und mit Leidwesen, um all die Genußfähig-keit, die ich schon verloren habe. Oh! wie beneideich Sie! denn, besäße ich sie noch, dann dürfte ichwahrhaft hoffen, größere Gleichheit der Stimmungmit der Jugend und Schönheit mir zu erringen!"

Maltravcrs hielt einen Augenblick inne und fuhrdann, mit ernstem Lächeln, fort:Ich hoffe, Legard,Sie werden klüger scpn als ich gewesen bin; Sie wer-