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cr bis auf einen gewissen Grad Legards nähere Be-kanntschaft. Maltravcrs war in jener glücklichen Ge-miithSstimmung, wo man gern mit allen MenschenFreund scyn mag. Wahr ist jedoch, daß, obgleich ihmselbst unbewußt, jenes stolze Wesen, das oft sogar denTugenden Maltravcrs' einen unlicbenswürdigcn An-strich gab, hin und wieder den Mann reizte und er-bitterte, der wohl fühlte, daß cr eine unauslöschlicheVerpflichtung für Rettung der Ehre und des Lebensgegen ihn habe; dicß machte das Bcwußtscpn dieserVerpflichtung noch unerträglicher für Legard und seinVerlangen, -sich jener Last zu entledigen, dringender.Heute aber lag so viel Herzlichkeit in Maltravers'Gruß und er drang mit solcher Freundlichkeit in denjungen Mann, ihm auf seinem Ritte Gesellschaft zuleisten, daß LcgardS Herz besänftigt ward und sic miteinander ritten, sich vertraulich besprechend über Ge-genstände, welche sic beiderseits intcrcssirtcn. Endlichkam das Gespräch auf Lord und Lady Doltimore; unddann lenkte Maltravcrs, dessen Seele von Einem Ge-danken voll war, cs mittelbar auf Evclinc.
„Sahen Sie je die Lady Vargrave?"
„Nie," versetzte Legard, wcgschcnd, „aber LadyDoltimore sagt, sie sey so schön wie Eveline selbst,wenn dicß möglich ist, und noch so jugendlich nach Ge-stalt und Antlitz, daß sie eher wie ihre Schwester alsWie ihre Mutter aussieht."
„Wie sehr würde ich mich freuen, sie kennen zulernen!" sagte Maltravers mit plötzlicher Lebhaftigkeit.