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rerseitS, wie viele Tugenden müssen todt liegen, in Denje-nigen, die in einer Welt des Todes leben und sich weigernzu sterben! Ist nicht dieser erhabene Egoismus, dieserZustand der Abgezogenheit und träumerischen Beschaulich-keit, diese unabhängige, in sich selbst versunkene Majestätdes Daseyns eine Verzichtleistung auf jenen Edelmuth, derunser Wohl, unsere Freuden, unsere Hoffnungen und Be-fürchtungen unauflöslich mit denen Anderer verschmilzt?Leben ohne Furcht vor Feinden, ungeschwächt durch Krank-heit, sicher bei den Sorgen und frei von den Krankheitendes Fleisches — das ist ein Schauspiel, das unfern Stolzlockt. Und doch — bewunderst Du nicht den mehr, der füreinen Andern stirbt? Seit ich sie liebe, Mcjnour, scheint«S mir beinahe Feigheit, sich dem Grabe zu entziehen,welches die Herzen verschlingt, die uns in ihren innerstenFalten trugen. Ich fühle es — die Erde überwältigtmeinen Geist — du hattest Recht; ewiges, heiteres, lei-denschaftlvseS Alter ist ein glückseligeres Gut, als ewigeJugend, mit ihren Wünschen und Begehrungen. Bis da-hin, wo wir ganz Geist seyn können, muß die Ruhe derEinsamkeit — Gleichgültigkeit seyn.
Auszüge aus dem vierten Briese.
Ich habe deine Mittheilungen erhalten. Ha! ist esso? Hat dein Zögling deine Hoffnungen getäuscht? Ach,armer Zögling. Aber—.