es ohne Liebe keine Civilisation, keine Musik, keine Poesie,keine Schönheit, kein anderes als ein thierisches Leben gäbe.
Aber man betrachte sic in ihrer himmlischeren Gestalt— in ihrer gänzlichen Selbstverlängnnng — in ihreminnigen Zusammenhang mit Allem, was nur zart undedel am Geiste ist — ihrer Macht über alles Schmutzigedes Daseyns — ihrer Herrschaft über die Götzen einesniedrigeren CultnS — ihrer Macht, einen Palast aus derHütte, eine Oase in der Wüste, im Eisland einen Som-mer zu schaffen, wo sie athmet, befruchtet und glühenmacht: und das Wunderbare wird vielmehr das, daß sieso Wenige in ihrem heiligsten Wesen erschauen. Was dieSinnenmenschen ihre Genüsse nennen, sind die gering-sten ihrer Freuden. Wahre Liebe ist weniger eine Lei-denschaft, als ein Symbol. Mejnonr, wird die Zeit kom-men, wo ich Dir von Viola sprechen kann als von einemGeschöpf, das gewesen?.
Auszug ans dem dritten Vricsc.
Weißt Du wohl, daß ich mich in neuesten Zeitenmanchmal gefragt habe: Ist keine Schuld in einer Er-kenntnis die uns so von unserer Gattung geschieden hat'?Es ist wahr, je höher wir steigen, um so haffenswerthererscheinen uns die Laster der kurzlcbcnden Bewohner desStaubes; um so mehr durchdringt und durchglüht unsdas Gefühl der Güte des Allgutcn, um so unmittelbarerscheint unser Glück von Ihm auszuströmen. Aber ande«