Druckschrift 
4 (1842)
Entstehung
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finde Orakel seiner unbewußten Schönheit, wie wir wun-derbare Tugenden in einer einsam blühenden Blume finden.Ich sehe ihren Geist unter meinen Augen reifen, und inseiner holden Fruchtbarkeit, welche ewig schwellende neueGedanken! O Mejnour! wie Biele unseres Geschlechteshaben die Gesetze des Weltalls entwickelt, haben dieRäthsel der äußern Natur gelöst und das Licht ausder Finsterniß abgeleitet! Und ist nicht der Dichter, derNichts studirt als das menschliche Herz, ein größererPhilosoph als fie Alle? Wissenschaft und Atheismus findunverträglich! Die Natur erkennen, heißt erkennen, daßein Gott seyn muß! Aber braucht es das, um die Methodeund die Architektur der Schöpfung zu erforschen? Michdünkt, wenn ich ein reines Gemüth anschaue, wenn auchnoch so unwissend und kindisch, ich sehe den erhabenen,körperlosen Einen klarer als in allen den sichtbaren Welt-kugeln , welche auf Sein Geheiß durch den Raum kreise».

Mit Recht ist es das Fundamentalgesetz unseres Or-dens , daß wir unsere Geheimnisse nur den Reinen mit-theilen dürfen. Der schrecklichste Theil der Prüfung liegtin den Versuchungen, welche unsere Macht dem Verbre-cher entgegenführt. Wenn es möglich wäre, daß ein übel-wollendes Wesen unsere Kräfte erlangte, welche Unord-nung könnte es in der Welt anrichten! Ein Glück, daßcS nicht möglich ist. Die Bosheit würde die Macht ent-waffnen. Auf die Reinheit Biola's baue ich, wie dueitler auf den Muth oder Genius deiner Zöglinge gebauthast. Bezeuge es mir, Mejnour! Nie seit dem längst per-