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Der Fremde, als er die Mitte des geweihten Grun-des erreicht hatte, blieb stehen, und sah fich gedankenvollum. Dann näherte er sich langsam und zögernd einer läng-lichten Tafel, worauf mit noch frischen und neuen Buch-staben folgende Worte eingegraben waren:
Ikr 8okn.
Dies, nebst Angabe von Geburts- und Todestag, wardie Tafel, welche Philipp Morton über den Gebeinen sei-ner Mutter hatte setzen lassen; und ringS herum war eineeinfache Schutzwehr, welche die Kinder abwehrte, diezuweilen, den Kirchhofhütern zum Trotz, über dem Staubdes frühem Geschlechts spielten.
„Dein Sohn!" murmelte der Fremde, während dasKind ruhig neben ihm stand, seine Freude hatte an denBäumen, dem Gras, dem Gesang der Vögel, und nichtan Kummer oder Tod dachte, — „dein Sohn! — abernicht dein begünstigter Sohn, dein Liebling, dein Jüng-ster; an welchem Platz der Erde schauen deine Augen her-ab auf ihn? Gewiß hat im Himmel deine Liebe den, dendu auf Erden am zärtlichsten geliebt, bewahrt vor denLeiden und Prüfungen, die den minder begünstigten Ver-stoßnen heimgesucht haben! Oh, Mutter! Mutter! — eswar nicht seine Schuld — nicht Philipps Schuld, daß ernicht bis aufs Letzte die ihm vermachte Aufgabe und Pflichterfüllt hat! Vielleicht ist es so glücklicher gegangen! Und