Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
Seite
112
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schön er ist, und wie schmählich von dem Vikomte, ihnsolche Kleider tragen zu lassen!"

Dem Vikomte!"

Oh, meine theure, gnädige Frau, Ihr müßt esnicht läugnen. Ihr schriebt mir in Eurem Billet, ich sollekeine Fragen an ihn thun, aber ich errieth es sogleich.Der Vikomte sagte mir selbst, er werde den jungen Herrnin wenigen Tagen hier haben. Ihr dürft Euch seiner nichtschämen. Ihr werdet sehen, welchen Unterschied in seinerErscheinung Kleider machen, und ich habe es auf michgenommen, den Schneider zu ihm zu bestelle». Der Vi-komte muß mich bezahlen."

Kein Wort gegen den Vikomte für jetzt! Wir wol-len ihn überraschen," sagte Eugenie lachend.

Madame de Merville hatte den ganze» Morgen stu-dirt, um eine Geschichte zu erfinden, die ihr Interesse fürden Miethsmann erkläre, und wie begünstigte ste jetzt dasGlück!

Aber ist dieser Brief für mich ?"

Und ich hätte ihn beinahe vergessen," sagte MadameDufour, und bot ihr ihn hin.

So Manches in den Verhältnissen Mortons bisherschon daS Interesse Eugeniens erweckt und ihren romanti-schen Sinn angesprochen hatte: die Phantasie ward nochmehr angezogen durch den Ton des Briefes, den ste jetztlaS. Denn obgleich Morton, der mehr Uebnng im franzö-sisch Sprechen als im Schreiben hatte, sich mit wenigerGenauigkeit, und in weniger gewählten und wohltönenden