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Der Diener blieb noch, um zu berichten, was er ge-sehen, was er gehört — als er in diesem Augenblick denVorhang des Alkovens sich leicht bewegen sah. Er stießeinen Ausruf aus — sprang an das Bett — seine Handberührte den Vorhang — Eugenie faßte seinen Arm. Siesprach nicht; aber als er erstaunt seine Augen auf sie rich-tete, sah er, daß sie zitterte, und ihre Wange weiß wurdewie Marmor.
„Madame," sagte er stockend, „in der Vertiefung istJemand versteckt!"
„So ists. Schweigt!"
Ein Verdacht zuckte durch die Seele des Dieners.Die reine, die stolze, die steckenlose Eugenie!
„Jemand da! in dem Zimmer von Madame!" stam-melte er unbewußt heraus.
Eugeniens schneller Blick faßte den schnöden Gedan-ke» auf. Jbre Augen stammten, ihre Wangen wurden pur-purroth. Aber ihre erhabene, großherzige Natur bezwangselbst den Ausbruch der verachtenden Entrüstung, der ihrauf der Lippe schwebte. Die Wahrheit! — konnte sie demManne trauen? Ein Zweifel — und das ihr anvertrauteMenschenleben konnte verrathen sehn. Sie wechselte dieFarbe — die Thränen traten ihr ins Auge.
„Ich bin gütig gegen Euch gewesen, Francois. KeinWort davon!"
„Madame vertraut mir — das ist genug!" sagte derFranzose sich verbeugend, und mit einem leisen Lächelnum den Mund; und er zog sich ehrerbietig zurück.