Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
Seite
82
Einzelbild herunterladen
 

82

Zähnen weggezogen, und die Augen starr glotzend aus demGesteht voll Todesqual und Drohung, worin noch immerhie unbändige Krgft und der Trotz des Mannes sich aus-sprach. Sein Blick, so fest, so starr, so finster, flößte demPslizeimaun Schauer ein; seine Hand zitterte beim Ab-feuern, und die Kugel schlug in die Brüstung ein, einenZoll unter dem Platz, wo Morton kniete. Ein undeutlicher,wilder, gurgelnder Ton halb Lachen, halb Schreieiu Ton des Hohnes und der Freude, entfuhr GawtreysLippen. Er schwang sich heran nahe, immer näheruur noch eine Elle von der Brüstung.

Ihr sehd gerettet!" schrie Morton; aber in diesemAugenblick erfolgte eine Salve von dem verhänguißvollenFenster der Pulverrauch wälzte sich über die beidenFlüchtlinge ein Nechzen, oder vielmehr ein Geheul derWuth, der Verzweiflung und der Todesangst machte selbsttzen Muthigsten, an dessen Ohr es drang, bleich. Mortonsprang auf und schante hinab. Er sah auf den unebnenSteinhaufen, tief unten, eine dunkle, gestaltlose, regungs-lose Masse der mächtige Mann voll Leidenschaft undLeichtsinn der Riese, der mit Leben und Seele gespielthatte wie ein Kind mit den Spielsachen, die es bewundertund zerbricht war jetzt, was der Kaiser und der Aus-sätzige gleicherweise sind, sobald das Gebilde aus Staubohne den Athem Gottes ist was Herrlichkeit, Genie,Macht und Schönheit für immer und ewig seyn würden,Wenn kein Gott wäre!