lernen, und (um mich zu verdammen, dessen Glück er zer-stört!) mich vor der Welt seines eignen Verbrechens an-klagte! — Da ist dieser Mann, der nicht Ein Lasterausließ, sondern zu denen seiner Jugend noch die blutloseSchlechtigkeit und Tücke des gealterten Schufts fügte —da ist dieser Mann, geschmeichelt, gesucht, umworben,vornehm, durch Gassen von sich bückenden Schmarotzernentgegenschreitend einer prächtigen Grabschrift und einemmarmornen Grabstein, und ich — auch ein Spitzbube,wenn Ihr so wollt, aber ein Spitzbube um meines tägli-chen BrodeS willen, der ich meine Verirrungen und meinVerderben von ihm ableiten muß — Ich ein Vagabund,ein Auswürfling, mit Pfiffen nnd Kniffen mir forthelfend,um Verbrechen auszuweichen — warum der Unterschied?Weil der Eine reich geboren ist und der Andere arm —weil er keinen Anlaß und Vorwand zum Verbrechen, nnddarum Niemand gegen ihn Verdacht hat/'
Der unglückliche Man», (denn in diesem Augenblickwar er unglücklich,) hielt hier athemlos inne nach seinemhastigen, leidenschaftlichen Ausbruch, und vor ihm erhobsich in ihrer marmorne» Majestät, das volle Mondlichtdie glänzenden Thürme beleuchtend, das Wunder des Go-thischen Italiens — die Kathedrale von Mailand.
„Erhitzt Euch nicht über das allgemeine Schicksal,"sagte der junge Mann mit einem bitter» Lächeln um dieLippen, und deutete auf den Dom; „ich habe noch nichtlange gelebt, aber ich habe schon Genug gelernt, um dieszu wissen: Wer einen Bau wie diesen, dem Himmel geweiht,Bulwer'S Romane, xvl. ?