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Asmodeus aller Orten : eine Erzählung
Entstehung
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mit der Wittwe unter einer Decke; es kam mir vor, alswallte Erster- mich gleichsam wie den Zukünftigen ihrerSchwesterzur Schau stellen," wie es in der vermaledei-ten Redeweise gewisser Weiber heißt. Dergleichen aberist keine Lage, in die ein nur irgend krittlicher Mann sichgern versetzt sieht. Hiezu füge der Leser die anerkannteWahrheit, daß manche Leute, die in ruhigem Gemüths-znstandc keine Unarten an sich blicken lassen, sich oft plumpgeben, wenn sie allzu munter werden. Dies war derFall mit Julien; wenigstens schien es mir so. Leichtfer-tigkeit verlangt in eben dem Maße Verfeinerung, in wel-chem die Person, an der wir sie wahrnehmen, uns Werthund theuer ist; und Leichtfertigkeit an der Geliebten isteinem leidenschaftlich Liebenden fast immer unausstehlich.Die Liebe ist eine, ach! so ernste, so verfeinerte Gott-heit. Kurz, mit jedem Augenblicke steigerte sich meinVerdruß über Juliens Ausgelassenheit. Ich ward bren-nend roth vor Aerger über jeden Scherz, den sie lautwer-den ließ ich mögte darauf schwören, daß ich sie sonderGewiffensvorwnrf hätte schlagen können. Die Besuchen-den entfernten sich, und jetzt kam die Reihe an mich. Ichmachte Vorstellungen Julie ereiferte sich ich des-gleichen wir verloren Beide unsere Besonnenheit. Ichbildete mir damals ein, durchaus Recht zu haben; dochjetzt ach! jetzt will ich gern glauben, daß ich Unrechthatte- dies eingestehen ist eine Art von Sühnopfer,das ich einer schauerlichen Nückerinnerung bringe.

Du ärgerst Dich immer über meine Munterkeit,"