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Asmodeus aller Orten : eine Erzählung
Entstehung
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Wohnung leitete. Znlte wendete sich und fugte stam-melnd:Lebe Wohl Gott segne Dich. Wir wollenhier scheiden, denn ich muß jetzt nach Hause." DieStraße war durchaus menschenleer, nnd nur schwach er-leuchtet, indem die fern von einander stehenden Laternenlange Schatten warfen. Ich sah Juliens Gesicht nurunvollkommen unter dem Hute, der gleichsam keusch ihrethränenvollc Lieblichkeit verdeckte. Ich nahm sie tu mei-nen Arm, küßte sie ans den Mund und sagte:Sey'sdenn so, wie Du es für gnt findest geh und lebe glück-lich. Denke nicht mehr an mich!"

Julie zögerte es war, als ob sie reden wollte;dann aber schüttelte sie leise den Kopf, senkte schweigend,oder als ob ihr die Stimme versagte, ihren Schleier undging langsam ssort. Nachdem sie wenige Schritte gegan-gen war, wendete sie sich um, nnd als sie sah, daß ichnoch immer ans derselben Stelle stand und ihr nachblickte,schien ihr Muth sie zu verlassen; sie kam wieder zu mir,faßte meine Hand nnd sagte flüsternd :

Du zürnst mir nicht? Du wirst mich nicht Haffen?"

Julie," rief ichbis zur letzten Stunde meinesLebens werde ich Dich verehren. Daß ich Dir keinenVorwurf mache, daß ich nicht suche, Dich von DeinemEntschluß abznbringen, tst der größte Beweis der innigenLiebe, die ich für Dich fühle; jetzt aber geh gehnicht lange vermag ich diese Pein zu ertragen."

Julie war mehr noch Kind am Geist als an Jahren,und kindisch oft kamen ihre Herzensregnngcn heraus; so