Druckschrift 
Asmodeus aller Orten : eine Erzählung
Entstehung
Seite
114
Einzelbild herunterladen
 

114

man um Eckel vor ihnen zu haben sich erst zu verliebenbraucht. Wohl muß die Liebe ihre Reize haben, daßsie uns Ersatz für alle die Vergnügungen gibt, für diesie uns absterben läßt, und doch bin ich noch nicht bis zudem köstlichsten.Theile der Geschichte bin noch nichtzum Briefwechsel mit der Geliebten vorgerückt! Fängtman erst an Briefchen zu erhalten, so wird man wie voneinem neuen Dasepn durchglüht ein Nether strömtdurch unsere Adern! Welch ein süßer Triumph iffs, derFeder der Geliebten Ausdrücke zu entlocken, die nachherdurch die Lippen, geschehe es auch so verschämt dS immerWolle, bestätigt werden müssen! Mit welchen neuenZwecken füllt sich da jeder Lebenstag aus! Welche neueAufregung verknüpft sich da mit unserer Zeit!Nachzweien Stunden werd' ich von ihr hören!" mit welcherErwartung, welcher Hoffnung, welchem Bangen, wel-chen zuckenden Nerven leben wir da! Aber, ach! all dieseSchwärmereien wie enden sie? Mit Weh, wenn dieBewerbung nicht obsiegt; mit llebcrsättigung, wenn siesich ihr Maaß gefüllt hat! Zuverlässig ist diese ungestümeLiebe eine grundfalsche Berechnung. Ich werde einerleiMeinung mit jenem berühmten Pädagogen, der da ge-sagt hat, jeder Mensch sollte nach einer eigenen Methodeerzogen werden. Da ich jedoch, leider! nach der her-kömmlichen Allerweltmethode erzogen worden bin, sofürchte ich, daß ich mich nicht werde bessern können, undmuß also um so sorgfältiger und behutsamer mit meinenKindern verfahren. Sie sollen zu Ockonomen der Lei-