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„Die Vergangenheit spricht Wahrheit. O Sterblicher!willst Du weise seyn nnd sterben, oder willst Du gleichDeiner Brüderschaft blind bleiben und leben?"
Ich kann Dir versichern, mein gefälliger Leser, daßdiese Worte mir höchst mißfällig waren; denn für wun-dersam ungerecht hielt ich es, daß Geschichten aus derVorzeit, durch die andre Leute nur in Schlaf gelullt wer-den, mich in die Arme des minder angenehmen Brudersdes Schlafes überantworten sollten. — War ich und binich denn schlechter als der Verfasser des Buches oderals der Redacteur des *** Matts oder gar als der Her-ausgeber der Neuen Zeitung in ***? Dergleichen Gedan-ken wurmten mich nicht wenig, so daß ich rund heraussprach —
„KosemKesamim," sagt' ich, „es freut mich außer-ordentlich, daß Du mir die Wahl ließest, ehe es zu spätzum Wählen ward; und höchlich bin ich dieser schönen'Lady' verbunden, daß ste mir noch zeitig genug die Fol-ge» des Forschens nach Weisheit kundmachte. Mit Derobeiderseitiger Erlanbniß will ich demnach vor der Handmich für Unwissenheit und ein vernünftiglangcs Leben be-stimmen. Wenn meine Jugend dahin seyn wird nnd dergoldene Kelch des Genusses mir nur noch seine Hefe beut,wird cs mich glücklich machen das Entgegengesetzte oderdie Kehrseite dieser Schaumünze zu wählen, und deshohen Alters sonnenlose Tage für das Wissen hinzugeben,welches Du, o Kosem Kesamim, mir verleihen kannst.