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Hier in jener alten versunkenen Stadt mit ihren Prächtighohen Arkaden, ihren Tempeln ans Porphyr, ihre»schweigsamen Springbrunnen, ihren echolosen EbeneinJeder Abend vergeht mir bei dem angenehmsten Geschnat-ter mit den Heren über den Roman, das Anekdotenhafteund Lästervolle der Vergangenheit; Geschichten werde»aufgewärmt, die von der Zeit so weit weggcstanct wordenfind, als sollten sie nimmermehr wieder an das Tageslichtdes Gesprächsstoffs gezogen werden. Die Liebschaftenaller Höfe von den ägyptischen Ptolemäern bis herunterzur engländischcn Königin Anna (denn seit dieser letzterenPeriode ist keine Here mehr in die Freiliste z» Kyprolis— so heißt die Stadt, in der ich mich aufhalte — einge-tragen worden) — werden mir mit der ansregendsten Mun-terkeit erzählt! Ich höre zu, zucke die Achseln, schwöre,daß die Welt bereits in jenen Tagen ü» Arge» lag, nndbitte JeSdah um Erlaubniß, sie von der neuesten Modeim Küssen praktisch in Kcnntniß zu setzen.
Glückliche Stunden! Ein Mann unter so vielenFrauenzimmern, wenn diese auch Heren sind, brauchteben kein Zauberer zu seyn, um ein wenig nachgesucht zuwerden. Glückliche Stunden — wie auf einen Traumwerde ich später auf Euch znrückbllcken! Dennoch seydIhr Wirklichkeiten, nnd ich werde Eurer völlig so geden-ken, wie jemals ein Mensch der Vergangenheit gedachte,in der er ehemals lebte. Ich gedenke Eurer, so wie einReetor des Griechischen, ein Politiker des Publikums,so wie die Welt der Tugend, nnd die Tugend der Welt