Druckschrift 
Asmodeus aller Orten : eine Erzählung
Entstehung
Seite
61
Einzelbild herunterladen
 

61

mit der Welt lebt. Du wirst weiser sehn, sobald Du eineZeitlang bei uns geweilt haben wirst."

Eine Zeitlang?" fragte ich, von einem plötzlichenBange» ergriffen,Ihre Hoheit sind überaus artig; dochbin ich kaum mit Wäsche bis übermorgen versehen, undGeschäfte von dringender Wichtigkeit fordern mich nachder Hauptstadt zurück, w daß ich fürchte, auf der Stelleabreisen zu müssen."

Nicht also!" rief der geheimnisvolle Amphitryon;hat Asmvdeus Dich nicht über unsere Gebräuche belehrt?Wer au unseren Hof kommt, darf denselben nicht eherals nach Ablauf eines Kalendcrmouates verlassen. Heda !Musiki"

Und 'flugs, als sollte mir jede Erwiederung in derKehle stecken bleiben, erschollen über, neben und untermir die lieblichsten Klänge, so daß ich mir hätte ciubil-den können, ich wäre in der Oper zu jener guten Zeit,in welchen nur Tondichtungen von Mozart, Elementi,Gretry, Gluck und Chernbini, nicht aber melodielosesGelärm von Meyerbccr oder Meyer Beer und Cvnsortenanfgeführt wurden. Doch bildete ich mir dergleichenWidersinn," wie die heutigeModcwelt es genannt habenwürde, nicht ein, denn mein Unwille und meine Ver-wunderungen ließen mich zu keiner ästhetischen Betrach-tung kommen. Ich trank ein Glas Champagner mitmeinem Freunde Asmodcns, und gab ihm quer über den.Tisch weg zu verstehen, wie ich der Meinung wäre, erhabe mich hinter das Licht geführt.

_ __ _ .