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Leidenschaften führt uns zur Philosophie!' Es ist wahrsehr wahr ; und jetzt, da Du den Pfad wirklich betrete»hast, ist Dir das Ziel nahe. Jetzt kann ich auf DeineStandfestigkeit bauen; jetzt kann ich sicher seyn, daßDu nie mehr Gefahr laufen wirst, das Spiclwerk, Weibgenannt, zu überschätzen."
„Die Wendung, die Sie der Sache geben, Saville,stellt sich als plötzlich heraus," versetzte Godvlphin lä-chelnd, „doch haben Sie in Ihren Folgerungen einiger-maßen Recht. Der Parorysmns ist vorüber ; und kannich jemals weise seyn, so habe ich jetzt einen Anfang da-zu gemacht. Doch reden wir nicht mehr davon."
„Ich wills auch nicht," sagte Saville, dessen niefehlender Tact genau den Punkt erreicht hatte, wo hierinne zu halten war, und der Godvlphin völlig durch einhalb sentimentales, halb materielles, und doch ganz undgar leichtfertiges Gespräch hindurchgeführt hatte, welchesin der Regel dem phantasiereichen Lebemanns bchagt —„ich will's auch nicht, sondern um auf etwas Anderes zukommen, will ich Egoist seyn, und Dir mein Abenteuererzählen."
Saville entwarf nun eine leichte und belustigendeSchilderung des buntscheckigen und seltsamen Lebens, daser während der jüngstverflossenen drei Jahre geführt hatte.Anekdoten, Schwänke, Lebensrcgeln und Bemerkungenverliehen der Erzählung eine eigenthümliche Würze. Cmgebildeter 'roue' erheuchelt stets den Moralisten; es istdies ein Theil seines Charakters. Eine schwankende und