Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
Seite
134
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Noch waren die Worte nicht verhallt, als die Naza-rener, von plötzlicher Entrüstung ergriffen, den Klang

winzigen, flüchtigen Angelegenheiten der Mensche»zu bekümmern. Für die Erde waren sie theil-n ahmlose Abstraktionen.

Cotta, der in dem eben genannten Dialog Epi-kurs Philosophie mit vieler Laune und bedeuten-dem. wenn auch nicht immer gleichen Erfolg an-greift, zieht aus der Lehre, daß sich die Götterin nichts mischen, nachstehende unleugbare Folge-rung für das praktische Leben:wie kann es,"spricht er,Frömmigkeit geben, wenn die Götterdie Angelegenheiten der Menschen nicht in Be-tracht ziehen? Hat die Gottheit kein Wohlwollenfür den Menschen, so laßt uns dieselbe lieberganz aufgebe». Warum sollte ich sie anflehen,mir geneigt zu sepn? Sie kann mir nicht geneigtsepn, da, Euch zu Folge, Gunst und Wohlwollennur Wirkungen der Dummheit sind." Auch führtCotta den Posidonius zum Beweis an, daß Epikuran das Daseyn eines Gottes eigentlich gar nichtgeglaubt habe, indem sein Zugestänbniß einesgänzlich nichtigen Wesens eine bloße Vorsicht ge-wesen sep, um der Beschuldigung des Atheismuszu entgehen.Spikur konnte kein solcher Thorsepn," sagt Cotta,um im Ernst zu glauben,ein Gott habe die Glieder eines Menschen, ohnedaß ihm die Macht zum Gebrauch derselben zu-steh«; er sepe eine dünne Durchsichtigkeit,die nichts sehe und nichts thue." Möge dieseAnsicht in Betreff Spikurs- falsch oder wahr sepn,so ist gewiß, daß dessen spätere Schüler in jederBeziehung nur verfeinerte Atheisten waren. DieGesinnungen, welche das oben gegebene Lied aus-spricht sind ganz diejenigen, welche die zierliche»