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Neuntes Kapitel.
Was aus Nydia im Haus des Arbaces wirb. — DerSgypter fühlt Mitleid mit Glaukus. — Mitleid ist oft einsehr nutzloser Gast bei einem frevelhaften Menschen.
Man wird sich erinnern, daß Nydia dem Egypter,l seinem Befehl gemäß, in sein Haus nachgefolgt war.Hier ließ er sich mit ihr in eine Unterredung ein,und sie, in ihrer Verzweiflung und Reue, gestandihm, daß ihre Hand, nicht Julia, dem Athener den^ vcrhängnißvollcn Trank bcigcbracht. Zu jeder an-dern Zeit würde cS Arbaces schon aus psychologischenGründen intcrcssirt haben, Tiefe und Ursprung derseltsamen, verzehrenden Leidenschaft zu erforschen,welche dieses wunderbare Kind in seiner Blindheit§ und Sklaverei zu nähren gewagt hatte; im jetzigenAugenblick aber konnte er dem eigenen Selbst keinen^ Gedanken cntiibrigcn. Als nach ihrem Bckcnntnißk die arme Nydia sich ihm zu Füßen warf und ihn! anflchte, die Gesundheit des Glaukus wieder herzu-^ stellen und sein Leben zu retten — denn in ihrerI Jugend und Unwissenheit hielt sie den dunkeln Zau-! derer für mächtig genug zu Beiden: — merkte sich derEpyptcr mit achtlosem Ohr blos die neue Nothwcn-j digkeit, Nydia so lang als Gefangene zurückzuhaltcn,j bis über das Schicksal des Angeklagten entschiedenE Bnlwer's Romane. XXXV. si