Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
Seite
81
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Vierzehntes Kapitel.

' Urbares und Jone. Nydia erreicht den GartenWird sie entkommen und den Athener retten?

Nachdem Arbaccs sein Blut durch einen reichli-chen Trunk von jenem gewürzten, wohlriechendenWein, der damals bei den Schwelgern so beliebtwar, erwärmt hatte, fühlte er sein Herz ungewöhn-lich erhoben und freudig. Zm Triumph der Schlau-heit liegt ein Stolz, der auch wo sic sich auf einenverbrecherischen Gegenstand bezieht nicht minder starkzum Gefühl kommen dürfte. Unsere eitle Men-schcnnatur brüstet sich im Bewußtsein übermächti-ger List und sclbstcrrungcner Erfolge, und erst spaterkommt die fruchtbare Gegenwirkung der Reue.

Reue jedoch war nicht die Empfindung, die einenArbaccö aller Wahrscheinlichkeit nach bei dem Schick-sal des verworfenen Kalcnus je ergriff. Er ver-wischte aus seinem Gedächtniß den Gedanken an dielangsame Todesqual des Priesters; er fühlte nur,daß eine große Gefahr vorüber und ein möglicherFeind zum Stillschweigen gebracht sei. Was ihmübrig blieb, war blos den andern Priestern Rechen-schaft über das Verschwinden des KalcnuS zu geben,und dicß hielt er für keine schwierige Sache. Kale-ims war von ihm oft zu verschiedenen religiösen