Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
Seite
77
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Dreizehntes Kapitel.

Nydia wendet sich an Kalcnus.

Welche Worte des Schreckens und gleichwohl derHoffnung hatte Nydia vernommen! Den folgendenTag sollte GlaukuS vcrurtheilt werden; aber nochlebte ein Mensch, der ihn retten und den Arbaccsseinem Schicksal zuwcisen konnte, und dieser Menschbefand sich nur wenige Schritte von ihrem Versteck!Sic hörte sein Schreien und Stöhnen, sein Fluchenund Beten, wenn cs auch nur unterbrochen undhalberstickt an ihr Ohr klang. Er war eingckcrkcrt;aber sie wußte um das Gchcimniß seiner Haft:konnte sie nur entwischen konnte sie nur den Prä-tor aufsuchen, so war der Gefangene noch zu rechterZeit ans Tageslicht zu bringen, der Athener nochzu retten. Ihre Empfindungen erstickten sie fast; ihrGehirn schwindelte sie fühlte, daß ihre Sinneschwanden; aber durch eine mächtige Anstrengunggewann sic wieder die Herrschaft über sich, und nach-dem sic mehrere Minuten aufmerksam gehorcht, bissie überzeugt war, daß Arbaces den Ort ihr und derEinsamkeit überlassen habe, schlich sie, von ihremscharfen Gehör geleitet, zu der Thür, hinter welchersich Kalcnus befand. Hier vernahm sic die Töneseiner Angst und Verzweiflung deutlicher. Dreimal