Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
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Lebt ei» Jupiter, lebt ciue Juno:

Sie mache» uni uns sich nicht Sorge».

Laß die Götter den, eigenen Thun: O *)Selig Wer lebet verborgen!

Was? zählt ihr's z» Göttergenüffen.

Den Sünder» den Weg abznpassen?

Zu rechne» wie Viele wir küssen.

Wie viel wir beim Becher verprasse» ?

Bei der Lippen süßem Erproben.

Bei Wein und Musik bleibt zufrieden:

Laßt schlafen die Götter da droben,

Wir wissen, 's gibt keine hienieden!

Während sich Lpdons Frömmigkeit, die bei MerNachsicht für Andere durch diesen Gesang, den In-begriff der Modcphilosophic jener Zeit, in nicht ge-ringem Grad geärgert wurde, von dem erhaltenenStoß wieder langsam erholte, zog eine kleine Gesell-schaft einfach gekleideter Menschen ans dem Mittel-stand an seinem Ruheplatz vorüber. Sie waren inernstem Gespräch begriffen und schienen den Gladia-tor nicht zu bemerken, oder nicht zu beachten.

Schrecklich, schrecklich!" sprach der Eine;Olinth von uns gerissen! unser rechter Arm abgc-hauen! Wann wird Christus herabsteigen, die Seine»zu schützen?"

Kann menschlicher Blutdurst weiter gehen?"fragte ein Anderer;einen Unschuldigen zum näm-lichen Kampf verdammen, wie einen Mörder! Aber

*) Dergleichen Reime aus zwei, durch de» Sin»getrennten, Worten sind im englischen Originaldieses Liedchens achtmal angebracht; im Deutschenmöge Ein solches Kunststück genügen.

Der Ueberseyer.