Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
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den Straßen, dessen Schimmer die fern nm dasAmphitheater wogende und summende Menge male-risch hcrvorhob, entging er, so rauh und phantasie-los seine Natur war, dem Eindruck eines solchenSchauplatzes nicht. Er setzte sich auf die Stufeneiner verlassenen Säulenhalle und die Ruhe derStunde stillte und kräftigte ihn. Ihm gegenüberfunkelten die Lichter eines nahcgclegcncn Prachtgc-däudcs, dessen Besitzer eben einen Schmaus gab.Die Thürcn standen der Kühlung wegen offen, undder Gladiator sah die zahlreichen, festlich gekleidetenGäste um die Tische im Atrium her versammelt*),während hinter ihnen, die lange Durchsicht der er-leuchtenden Zimmer abschließend, der Perlcnschaumdes fernen Springquclls im Mondschein flimmerte.Hier wanden sich Blumengchange uni die Säulen derHalle; dort glänzte» still die vielen Marmorstatuen;und jetzt erhob sich aus fröhlich schallendem Geläch-ter folgendes Lied, von Musik begleitet:

Hinweg mit der Hadesgeschichte.

Dem pfaffenerfundcuen Mythus;

Weg mit dem Drei-Jungfern-Gedichte,

Den Parzen, und eurem Kocytus.

Herr Jeus wäre übel geschoren,

Gings droben nach eurem Geflause:

Vor'm Weibe verschloß' er die OhrenUnd sah' auf der Menschen Gezause.

Dein Nam', Spikur, ssy gepriesen.

Du hast uns befreit von der Fabel:

Als zum Hades den Anker sie ließen,Jerschnitt'st du die furchtbare Kabel.

) Wie schon bemerkt, wurden die Gäste, wenn die Ge-sellschaft großer war, häufig im Atrium bewirthet.