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einen oder den andern Kummer gefallen lassen. Aberlege ein Wort für mich bei dem Atriensis ein — ichseh' ihn eben kommen."
Sallust war zu traurig um Besuch anzuneh-mrn; aber er war auch zu traurig um allein zutrinken; so ließ er sich denn nach seiner Gewohnheitvon seinem Lieblingsfreigelassenen Gesellschaft leisten,nnd nie sah man ein seltsameres Banket. Denn jeund je seufzte der gutmüthige Schwelger, wimmerteund weinte laut; dann wandte er sich wieder mitverdoppeltem Eifer zu einer neuen Schüssel oder demfrisch gefüllten Becher.
„Guter Bursche," sagte er zu seinem Gefährten,„eS war ein schreklicher Urtheilspruch! — Hoho!nicht übel, das Ziklein, he? Armer guter Glau-kus! — was für einen Rachen der Löwe noch dazuhat! Ach! ach! ach!"
Und Sallust stöhnte laut; — der Schmerzens-anfall wurde durch einen Anfall von Schluken unter-brochen.
„Nimm einen Schluk Wein," sagte der Frei-gelassene.
„Er ist ein wenig zu kalt *); aber wie muß eserst den Glaukus frieren! schliefe morgen das Haus
*) Da man in der Regel den Wein stets mit Was-ser gemischt trank, so verfiel man darauf, ih«durch Jugiesen von siedendem Wasser genie-barerzu machen, und trank diese Mischung als Delika-tesse. SS war dies bas einzige warme Getraut