Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
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Nach seiner Verdammung war Glaukus nichtmehr der sanften Obhut Sallust's, des einzigenFreundes in seinem Unglück anvertraut worden. Manführte ihn über das Forum, wo seine Wächter end-lich vor einem Thürchcn an der Seite des Jupiter-tempcls still hielten. Noch jetzt kann man den Ortsehen. Die Thür öffnete sich von der Mitte aus aufeine etwas seltsame Art, indem sie sich wie einmodernes Drehkreuz (Triller) um ihre Angeln be-wegte, so, daß zu einer und derselben Zeit immernur der halbe Raum zwischen ihren Pfosten offenstand. Durch diesen engen Zugang schoben sic denGefangenen, setzten ein Brod und einen Wasscrkrugvor ihn, und überließen ihn der Finstcrniß und, wieer glaubte, der Einsamkeit.

So schnell war die Umwälzung gewesen, die ihnvon der palmenreicheu Höhe jugendlicher Freudenund begünstigter Liebe in den tiefsten Abgrund derSchande, und in die Schrecken eines höchst blutigenTodes gestürzt hatte, daß er kaum das Gefühl vonsich abwehren konnte, als liege er in den Bandeneines furchtbaren Traumes. Seine elastische, herrlicheGesundheit hatte über einen Trank gesiegt, dessengrößer» Thcil er glücklicherweise nicht zu sich genom-men ; Sinn und Bcwußtscpn waren ihm zurückgekehrt,aber immer noch drückte ein dumpfer Nebel auf seineNerven und verdunkelte seinen Geist. Seine natür-liche Unerschrockenheit und der edle griechische Stolzhatten ihm Kraft gegeben, jede unziemliche Angst zu