„Eine reine Fabel, mein Freund!" erwicderteKlodius geckenhaft; „ich war heute bei ihr. Hattesie je eine Empfindung dieser Art, so schmeichle ichmir, sie getröstet zu haben."
„Still!" rief Pansa, „wißt Ihr nicht, daßKlodiuS sich gegenwärtig in Diomed's Hause damitabgibt, stark auf die Fackel zu blasen?. Sie fängtan zu brennen und wird bald hell leuchten vorHymens Altar."
„Steht cs so?" fragte Lepidns. „Was, Klodiusein Ehemann werden? — Pfui!"
„Laß Dir darum nicht bang seyn," antworteteKlodius. „Der alte Diomed ist entzückt von derVorstellung, seine Tochter an einen Edelmann zuvcrhcirathcn und wird cS an Sestcrzen nicht fehlenlassen. Ihr werdet sehen, daß ich mein Geld nichtim Atrium verschließe. Der Tag, wo Klodius eineErbin heirathet, soll ein weißer für seine lustigenFreunde seyn."
„Sprichst Du so? " rief Lcpidus. „So komm,einen vollen Becher auf die Gesundheit der schönenJulia."
Während an dem üppigen Tisch des Lcpidusdieses Gespräch geführt wurde — ein Gespräch, daszu der gewöhnlichen Sinnesart der Schwelger jenerZeit Paßte, und noch vor hundert Jahren in densittenlosen Zirkeln von Paris ein Echo gefunden habendürfte, gähnte den jungen Athener eine 'ganz andereUmgebung düster an.