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5 (1836)
Entstehung
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zu Ende und der Unschuldige vcrurthcilt ist, um mirzu zeigen, welch feines Gewebe der Bosheit DeinWort morgen zerreißen könnte; um mir im letztenAugenblick den Werth Deines, Stillschweigens destobegreiflicher zu machen; um mir nachzuweiscn, daßdie Kunst, womit ich den Zorn des Volks gesteigert,durch Deine Aussage auf mein eigenes Haupt zurück-fallcn und der Rachen des Löwen sich, statt für Glau-kus, für mich öffnen würde! Ist es nicht so?"

Arbaces," cntgcgncte Kalenus, indem ihn diegemeine Keckheit seiner Natur gänzlich verließ,wahr-haftig, Du bist ein Zauberer; Du liesest das Herzdes Menschen, als ob cs ein Buch wäre."

Es ist mein Beruf," antwortete der Eggptcrmit mildem Lächeln.Wohlan denn, schweige undwenn Alles vorüber ist, will ich Dich reich machen."

Verzeih' mir," erwicderte der Priester, von derHabsucht, seiner Hauptleidenschaft, geleitet, die sichauf keine künftige Möglichkeit der Liberalität ver-trösten lassen wollte;verzeih' mir: mit Recht sagtestDu vorhin, wir kennten einander. Willst Du, daßich schweige, so mußt Du etwas zum Voraus alsOpfer für Harpokrates bezahlen. Soll die Rose,das holde Sinnbild der Verschwiegenheit, feste Wur-zeln schlagen, so begieße sic diese Nacht mit einemStrom Gold."

Witzig und poetisch!" erwicderte Arbaces, immer

') Der Gott des Stillschweigens,