„WaS, selbst Dein Vetter Burbo vcrmuthct nichtsdavon? Komm, komm, die Wahrheit!"
„Bei den Göttern . . .
„Still! wir kennen einander; was sind dieGötter für uns?"
„Nun denn, bei der Furcht vor Deiner Rache:„nein!"
„Und warum hast Du dieses Gchcimniß bis jetztvor mir verborgen? warum hast Du bis zum Abendvor der Vcrurthcilung des Atheners zugewartet, cheDu mir zu sagen wagtest, daß Arbaccs ein Mörderist? und warum theilst Du mir nach so langem Zau-dern Dein Wissen jetzt mit?
„Weil" — stammelte Kalcnus crröthcnd undverlegen.
„Weil," unterbrach ihn Arbaces mit sanftemLächeln, indem er ihn vertraulich auf die Schulterklopfte, „weil Du, mein Kalcnus — (siehe, jetzt willich in Deinem Herzen lesen und seine Beweggründeerklären) — weil Du wünschtest, ich möchte mich indie gerichtliche Verhandlung so verflechten und ver-fangen, daß mir kein Weg zur Rettung offen bliebe,falls Du gegen mich aufträtest; ich möchte in diesemFall des Meineids und der Hinterlist so gut wie desTodschlags überwiesen scyn; —weder Reichthum nochAnsehen möchten, nachdem ich einmal den Blutdurstdes Volkes gereizt, hindern können, daß ich das Opferdieses Durstes würde. Und Du theilst mir DeinGehcimniß jetzt mit, ehe die Verhandlung noch ganz