Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
Seite
53
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ihre Gedanken wieder zu sammeln: Arbaccs war derAnkläger des Glaukus, Arbaccs hielt sie hier cin-gckerkert; bewies Das nicht, daß ihre Freiheit demGlaukus förderlich scpn konnte? Sic war offenbarin irgend einer Schlinge gefangen; sic trug bei zumUntergang ihres Geliebten! O wie schmachtete sicnach Befreiung! Glücklich für sie verschlang der Wunschnach Flucht jede andere Schmcrzcnscmpfindung, undindem sic die Möglichkeit des Entkommens in ihrerFantasie hin und her wälzte kam sic zur Ruheund Klarheit. Sic besaß viel von der List ihresGeschlechtes, die durch ihre frühe Sklaverei nochvermehrt worden war. Welchem Menschen, der desfreien Willens beraubt ist, fehlte cs je an Verschmitzt-heit? So beschloß sie denn, sich an ihrem Hüter zuversuchen, und da ihr seine abergläubische Frage nachihren thcssalischcn Künsten plötzlich zur Erinnerungkam, hoffte sic an dieser Handhabe ihr Entwischenauf irgend eine Art zu bewerkstelligen. Unter solchenängstlichen Betrachtungen verflossen ihr der Rest desTags und die langen Stunden der Nacht, und alssich Sofia am folgenden Morgen bei ihr einfand,eilte sie, seine Geschwätzigkeit in einen Kanal zuleiten, nach welchem zu dieselbe bereits eine natür«lichc Strömung gezeigt hatte. Ucbrigcns sah sie wohlein, daß die Nacht die einzige Möglichkeit des Ent-kommens für sic darbot, und war daher, so bitterder Verzug sic auch schmerzte, gcnöthigt, ihren Ver-such bis dahin zu verschieben.