Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
Seite
52
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Nun blos, daß wenn cr schuldig befunden wer-den sollte, der Löwe oder vielleicht der Tiger dasUrthcil an ihm Vollstrecker! wird."

Nhdia fuhr auf als wäre ein Pfeil in ihr Herzgedrungen. Sic stieß einen durchbohrenden Schrei aus,siel dem Sklaven zn Füßen und rief in einem Ton,der selbst seine ranhe Brust rührte:

Ach, sage nur. Du habest gescherzt. Du habestnicht die Wahrheit geredet; sprich, sprich!"

Nun, meiner Treu, ich verstehe mich nicht aufdaS Gesetz, blindes Mädchen; vielleicht geht cs nichtso schlimm, wie ich meine. Aber Arbaccs ist seinAnkläger und das Volk wünscht ein Opfer für dieArena. Beruhige Dich; was hat das Schicksal desAtheners mit dem Dcinigcn zu thun?"

Das gehört nicht hiehcr, jedenfalls ist crfreundlich gegen mich gewesen. Du weißt also nicht,wie eS ausgchcn wird? Arbaceö sein Ankläger!O Schicksal! Das Volk das Volk! Dochdiese Menschen können ja sein Gcstcht sehen! Werwird grausam gegen ihn sehn? Aber war nichtselbst die Liebe grausam gegen ihn?"

Mit diesen Worten sank ihr Kopf auf ihre Brustund sic ward still; heiße Thräncn stoffen ihr dieWangen herab und all die freundlichen Bemühungendes Sklaven vermochten sie nicht zu trösten,, oder sievon ihrem Hinbrüten abznzichcn.

Als seine Geschäfte für das Haus Jenen endlichnöthigtcn, das Zimmer zu verlassen, fing Nhdia an,