Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
Seite
51
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„„ich habe Dir nur Eine Lehre zu geben — so langDu mir dienst, mußt Du weder Ohren noch Augen,noch Gedanken haben, Du mußt zu einer einzigenEigenschaft — Gehorsam — werden.

„Aber was kann cs schaden, wenn ich Jone sehe?"

„Das weiß ich nicht; wenn Dir's aber um Ge-sellschaft zu thun ist, so bin ich bereit, mit Dir zuplaudern, Kleine; denn ich bin einsam genug inmeinem finstern Cubiculum; und beiläufig gesagt,bist Du ja eine Thcffalierin: kennst Du nicht irgendeine feine Kurzweil mit Messer und Schecrc? Ver-stehst Du Dich nicht ein Bischen darauf wahrzusagcn,wie cs die Meisten von Deinem Volk zum Zeitver-treib thun?"

„Still, Sklave, halte Deine Zunge im Zaum,oder wenn Du sprechen willst, sag' mir was Du vonGlaukus gehört hast."

„Je nun, mein Herr ist zu der gerichtlichen Ver-handlung über den Athener gegangen; Glaukus wirdcs büßen müssen!"

„Was büßen?" ,

„Die Ermordung des Priesters Apäcidcs."

„Ha!" rief Npdia und drückte beide Hände gegendie Stirn; „davon hörte auch ich, verstand eS abernicht. Wer wird cS aber wagen, ihm ein Haar zukrümmen?"

„Der Löwe, furcht' ich."

„Schützende Götter! was für gräuliche Dingesprichst Du?"