Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
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Du gehst nicht mehr ein Knecht auf Erden,

Du bist, o Seele frei, doch wir?

Wann werden wir entlastet werde».

Und Rnhe finden wann bei Dir?

Und hoch und weit in den dämmernden Himmelhinauf stieg jetzt das duftende Feuer; lichtvoll schlugcs durch die düstern Cppresscn, schoß über die Mauernder nahen Stadt empor, und die frühen Fischer er-schrecken über den rotheu Schimmer auf den Wel-len der gleitenden Sec.

Aber Jone faß entfernt und allein und sah, dasGesicht auf die Hände gelehnt, die Flamme nicht,noch vernahm sic die Klage oder die Musik. Siehatte bloß die Empfindung der Verlassenheit; sie warnoch nicht zu jenem heiligenden Trostgcfühl gekom-men, worin wir uns bewußt werden, daß wir nichteinsam daß die Todtcn mit uns sind!

Der Morgenhauch kam dem zwischen den Schei-terhaufen gelegten Zündstoff rasch zu Hilfe. Allmäh-lich schwankte die Flamme, ward kleiner und trüberund starb endlich in einzelnen aufflackcrndcn Stößenlangsam dahin ein Bild des Lebens selbst! Wonoch eben vorhin nur Feuer und Unruhe, lag jetztdumpfe, rauchende Asche.

Die letzten Funken wurden von den Lcichcnbcglci-tcrn gelöscht, die Asche gesammelt. Mit dem selten-sten Wein angcfeuchtct und mit den köstlichsten Wohl-gerüchen vermischt brachte man die Ucberrcste in einesilberne Urne und stellte diese in einem der benach-