Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
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Unterredung mit dem Athener zu halten. Morgen,weißt Du, wird die gerichtliche Verhandlung vorge-nommen."

Gut," erwicdcrte Sallust,Du machst Dei-nem egyptischcn Namen und Ruf alle Ehre, wennDu etwas Weiteres von ihm heraus zu bringen ver-magst; aber vcrsuch's nur einmal. Der arme Glau-kus l Er hatte einen so trefflichen AppetitI Jetzt ißter nichts."

Der gutmüthige Epikuräcr war über diese Vor-stellung sichtbar gerührt. Er seufzte und befahl demSklaven seinen Becher von Neuem zu füllen.

Die Nacht schwindet," bemerkte der Egypter;erlaube mir jetzt Deinen Gefangenen zu sehen."

Sallust nickte Beifall und führte Jenen nacheinem kleinen Zimmer, daß von Außen durch zweischlaftrunkene Sklaven bewacht wurde. Die Thürging auf; Sallust entfernte sich auf Arbaces Bitte;der Egypter war mit Glaukus allein.

Auf einem jener hohen, graziösen Kandelabern,wie sie zur damaligen Zeit gewöhnlich waren, brannteeine einzige Lampe neben dem kleinen Bett. Bleichfielen die Strahlen auf des Atheners Gesicht, undArbaces wurde beim Anblick der merkbaren Verän-derung, die auf diesen Zügen vorgcgangen, ergriffen.Die blühende Farbe war hinweg, die Wangen einge-sunken, die Lippen verzerrt und bleich; grimmig warder Kampf gewesen zwischen Vernunft und Wahn-sinn, Leben und Tod. Die Jugendkraft hatte gesiegt;