„Ich will cs Dir zeigen, wenn Du mir erlaubst,Dich einige Schritte zu begleiten. Aber sage doch,was ist aus dem unglücklichen Mädchen geworden,das im Begriff stand den Athener zu heirathen? —der Schwester des ermordeten Priesters."
„Ach, sie ist dem Wahnsinn nah. Bald mur-melt sie Verwünschungen gegen den Mörder — dannhält sie wieder plötzlich an und ruft: „„Aber war-um Flüche? Ach mein Bruder, Glaukus warnicht Dein Mörder — nie werd' ichs glaubenI""Sofort fängt sie wieder an, hält wieder in undflüstert schaudernd vor sich hin: „„Wenn er'S aberdoch wäre.""
„Unglückliche Jone!"
„Es ist nicht gut, daß die heiligen, von der Re-ligion vorgeschriebcnen Pflichten für den Verstorbe-nen bis jetzt ihre Aufmerksamkeit von Glaukus undvon ihr selbst einem großen Theil nach abgezogenhaben; im Nebel ihres Bewußtseins scheint sie sichkaum zu erinneren, daß GlaukuS festgcnommcn istund des gerichtlichen Ausspruchs harrt. Sind aberdie Begräbnißfeicrlichkeiten einmal vorüber, so wirdihre Angst zurückkehrcn, und dann fürcht' ich sehr ihreFreunde dürften den empörenden Anblick haben, daßsie dem Mörder ihres Bruders zu Hilfe eilt und zuseinen Gunsten aussagt."
„Einem solchen Skandal muß vorgcbcugt wer-den l"