doch nicht zum Thicrkampf verurtheilcn — so jung -so reich? "
„Wohl wahr! 'aber er ist ein Grieche. War' erein Römer, so hält' es an Erbarmen nicht gefehlt.Diese Fremden dagegen kann man wohl dulden, solang cs ihnen gut geht; im Unglück aber dürfen wirnicht vergessen, daß sie eigentlich Sklaven sind.Gleichwohl sind wir, aus den bessern Ständen, stetsnachsichtig, und gewiß kam' er noch ganz erträglichweg, wenn er uns überlassen bliebe, denn, unter unsgesagt, was liegt an einem Ämlichen Jsispriester?was an Isis selbst? Das, gemeine Volk aber ist aber-gläubisch ; cS schreit nach dem Blut des Tcmpelschän-dcrs. Es hat Gefahr auf sich, wenn man der öffent-lichen Meinung nicht nachgibt."
„Und jener Gottesleugner? — der Christiancroder Nazarener, oder wie er sonst heißt? "
„Ah, der arme Hund! wenn er der Cybcle oderIsis opfert, wird er begnadigt; wenn nicht, so hatihn der Tiger. So denk ich wenigstens; das Ge-richt wird bald entscheiden. Jetzt, wie wir da sprechenist die Urne noch leer. Ja auch der Grieche kanndem tödtlichen S seines Alphabetes noch entgehen. *)Doch genug von dieser traurigen Sache. Wie be-findet sich die schöne Julia?"
*) 6, der Anfangsbuchstab von G«raro?, Tod, daSverurtheilenden Zeichen bei de» Griechen, wie L(Lovcleinno) bei den Römern. Jedes Mitglied