habe kein Gefühl? Beim Jupiter, beinah hättestDu mir den göttlichen Lebensfunken ausgetrieben.Noch ein solcher Stoß und meine Seele fitzt imHades."
„Ah Diomed, bist Du cs? Verzeih meine Un-achtsamkeit. Ich war ganz in Gedanken vertieft ^über die Wechselfälle des Lebens. Unser armerFreund Glaukus! Wer hätte Das gedacht!"
„Ach ja! aber sag mir, Klodius, wird er wirk,lich vom Senat gerichtet werden?"
„Ja; das Verbrechen ist, sagt man allgemein,so außerordentlicher Art, daß der Senat selbst dar-über richten muß; die Liktoren werden den Gefan-genen förmlich vorführen." *)
„So wurde er denn öffentlich angcklagt?"
„Freilich! wo bist Du gewesen, daß Dir stetwas entgehen konnte?"
„Ich komme eben von NeapoliS zurück, wohinich gleich am Morgen nach seinem Verbrechen ab-rciste. Entsetzlich! und war noch in meinem HanSam nämlichen Abend, wo es geschah!"
„Es findet kein Zweifel über seine Schuld statt,'bemerkte Klodius die Achseln zuckend, „und da der-gleichen Verbrechen allen kleineren Strafsachen Vor-gehen, so wird man das Urthcil wohl noch vor denSpielen fällen."
„Den Spielen! Gute Götter!" erwtedertcDiomed mit leichtem Schauder. „Man wird ihn
') kliu. kp. II, II, 12. §. 4, 12.