Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
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und oft, wenn fic einen Angeklagten nicht zu rettenvermochte, verhinderte sic wenigstens, daß die Folgendes ihm zur Last gelegten Verbrechens nicht auf dieschuldlosen Glieder seines Hauses oder Stammes fielen.

Zwischen seinem Gespräche mit Ferdinand und demVerhör Almamcnö hatte der Dominikaner die Königinausgesucht, und ihr in glühenden Farben nicht nur denVcrrath des Hebräers, sondern auch die Folgen derruchlosen Liebe ihres Sohnes zu Lcila geschildert. Da-mals galt jede Verbindung zwischen einem christlichenRitter und einer Jüdin für eine kaum sühnbarc Sünde,und Jsabclla faßte all den Abscheu vor dem Vergehenihres SohncS, der in einer frommen Mutter und einerstolzen Königin natürlich war. Glcichwol konnte sictrotz aller Argumente des Mönchs nicht bewogen wer-den, Lcila dem Jnqnisitione-tribunal zu übergeben, unddieser nur eben erst errichtete furchtbare Gerichtshofwagte cs noch nicht, ohne ihre Einwilligung Jemandzu greifen, der unter ihrem unmittelbaren Schutze stand.

Schd unbesorgt, Vater," sprach Jsabclla mitruhiger Festigkeitich will cs auf mich selbst neh-men, das Mädchen zu untersuchen, und werde sie min-destens jeder Möglichkeit zu verführen, oder von diesemgottlosen Knaben verführt zu werden, entziehen. Abersic ward als Pfand und Geisel unter des Königs undmeine eigene Obhut gestellt; wir nahmen die Geiselan und unsere königliche Ehre ist also für die Sicher-heit des Mädchens verpfändet. Der Himmel verhüte,daß ich das Dascpn von Zauberkünsten läugnen sollte,