Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
111
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Itl

Religion, und suchte seinem staatSklugen Krieg denimponircnden Charakter eines heiligen Krcuzzuges zugeben.

Dieser Klang," dachte sie, und sank auf dic Kniec,lädt die Nazarener in die Gegenwart ihres Gottes.Er erinnert mich, eine Gefangene a» den WassernBabylons, daß Gott immer mit den Freundloscn ist.O hilf mir und schirme mich , Du der ans Ruth schau-test, als sic unter den Achrcn stand, und über Deinerwähltes Volk wachtest in der hungrigen Wüste undim Lande der Fremden."

Zn stumme, inbrünstige Andacht versenkt bliebLcila lange in ihrer rührenden Stellung. Die Glockehatte aufgchort; Alles draußen war still und lautlos,als der Vorhang vor dem Eingänge in das Zelt weg-gcschoben wurde und ein junger Spanier, von Kopfzu Fuß in einen Mantel gehüllt, hcreintrat. Schwei-gend blickte er auf das kniende Mädchen, und erst alssic sich erhob, machte er seine Gegenwart bcmcrklich. .

Ah Reizendste," rief er und suchte ihre Hand zufassen,Du willst meine Briefe nicht beantwortenso sich mich denn zu Deinen Füßen. Du bist es, diemich das Knien lehrt!"

Ihr, Prinz?" fragte Lcila bewegt und in augen-scheinlicher, großer Angst;warum mich also beunru-higen und beleidigen? Bin ich nicht ein geheiligtesWesen ein Pfand und eine Geisel? und sollen mirName, Ehre, Friede, Alles was einem Weib für dasTheucrstc gilt, also geraubt werden unter dem Titel