73
des NeiterS gleich bloSstellcnd, »m eine verwundbareStelle für das scharfe maurische Messer zu finden, er-matteten die Reiter, das gefährliche Handgemenge mitden spanischen Kriegern vermeidend, dieselben mit Pfeilund Lange, indem fic mit jener der morgcnländischcnReiterei eigenen Schnelligkeit bald ängriffcn, bald sichzurückzogcn. Leben und Seele seiner Partei war jedochder uncrmattbare Musa. Mit einer Raschheit, die denabergläubischen Spaniern aufZaubcrci zu deuten schien,spornte er seinen vcrhängnißvollcn schwarzen Rennermitten in die geschlossene Phalanr, die Dillcna um sichher zu bilden bemüht war, die Reihe durch seinenalleinigen Angriff durchbrechend, und von Zeit ;u Zeiteinen Ritter ans dem Haufen durch den geräuschlose»,kaum sichtbaren Hieb seines Säbels nicdcrstrcckcnd.
Villen«, an Leben und Ehre verzweifelnd und dasHer; zerrissen über den Verlust seines Bruders, ent-schloß sich endlich, die letzte Hoffnung des Gefechts aufseinen einzigen Arm zu setzen. Er gab das Zeichenzum Rückzug und blieb, um seine Schaar zu schützen,allein und bewegungslos auf seinem Pferde, wie einBild aus Eisen. Obwol nicht von bedeutendem Wuchs,galt er im Heer für den besten Führer des Schwertes,dem nur Fernando dcl Pulgar und Gonsalvo de Cor-dova einigermaßen gleich kämen; eben so geübt imschweren Angriff der Christen, als in der schnellen, ge-wandten Fcchtart der maurischen Reiterei. So stander denn, allein und grimmig, ein Löwe vor der Mente,während sein Trupp sich langsam durch die Bega