Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
76
Einzelbild herunterladen
 

schmeichelhafte Titel, den Kastiliens Ritter und Damenan Don Alonso de Pachcco crthcilt hatten.

Als der Spanier den furchtbare» Gegner hcran-kommcn sah, hielt er einen Moment an, warf dannsein Roß herum und nahm einen weitern Anlauf, umseinem Stoß größere Kraft zu geben. Der Mohr, ansdiese Absicht gefaßt, hielt ebenfalls »nd wartete denMoment des Anpralls ab; dann stürzte er von Neuemvorwärts und die beiden Kampfer trafen mit einerGewandtheit aufeinander, die den Christen selbst einenunwillkürlichen Ruf des Beifalls entlockte. Mnsa singden gewichtigen Speer Alonso's mit seinem kleinenSchilde auf, wahrend seine eigene leichte Lanze nachdem Helm des Christen flog, und mehr durch die Rich-tigkeit, womit sic den ihr bestimmten Punkt traf, alsdurch die Wucht ihres Stoßes Jenen im Sattel er-schütterte.

Die Lanzen wurden bei Seite geworfen und daslange, breite Schwert des Christen, der krumme Da-mastener dcS Mauren funkelten in der Luft. Inernstem, überlegtem Schweigen trieben sic ihre Rosseeinander entgegen.

Ergib Dich, Ritter,* rief Mufa,der Spruchauf meinem Säbel sagt, wenn sein Streich Dich treffe,so scvcn Deine Tage gezählt. Das Schwert des Gläu-bigen ist der Schlüssel des Himmels und der Hölle."

Falscher Heide," versetzte Alonso mit einer Stimme,die hohl aus seinem Helm ertönte,ein christlicherRitter ist einem ganzen maurischen Heer gewachsen."