Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
28
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erfreuen könnten, scpen verschwenderisch um mich herzerstreut; von Verwandten jedoch, von Banden desBluts weist ich wenig. Mein Vater, ein strenger,stiller Mann, besucht mich selten oft vergehen Mo-nate, ohne dast ich ihn zu sehen bekomme; aber ichfühle, er liebt mich, und eh' ich Dich kannte, Musa,waren meine liebsten Stunden diejenigen, wo ich aufden Tritt dieses einzigen Freundes horchen und inseine Arme fliegen konnte."

Kennst Du seinen Namen nicht?"

Weder ich noch irgend Jemand im Hause, aus-genommen vielleicht Limen, der Aufseher der Sklaven,ein alter, abgelebter Mann, dessen bloßer Blick michängstlich und stumm macht."

Seltsam! doch weßhalb hältst Du unsre Liebefür entdeckt und eine Trennung für nahe?"

Still! Limen kam heute zu mir:Mädchen,""sprach er,die Fußstapfcn eines Mannes find im Gar-ten; erfährt dies Dein Vater, so hast Dn zum letztenMal auf Granada geblickt. Wisse,"" setzte er in mil-derem Ton hinzu, als er mich zittern sah,daß Dueher Erlaubniß erhalten würdest, Dich dem wilden Tigerzu vermählen, als selbst den stolzesten Häuptling derMorisca zum Gatten zu erlesen. Hüte Dich."" Damitging er. O Musa! mein Herz ist mir tief gesunken,und Ahnung und Schicksal stehe» schwarz vor mir auf."

Bei meines Vaters Haupt! diese Hindernissefeuern meine Liebe nur an, und ich würde zu Dir