Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
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steigt; ein Ort, wo der reichere Theil von Granada'SBevölkerung haufcte. Jener wählte die abgelegener»Pfade und gelangte endlich, auf halber Höhe desHügels, vor eine niedere Mauer von beträchtlicherAnsdchmlng, welche die Gärten eines vermöglichenBewohners der Stadt umschloß. Lange und aufmerk-sam blickte er umher: Alles war einsam, und nur wennein vorüberfliegeudes Lüftchen von den schneeigen Höhender Sierra Nevada in den duftigen Blättern der Ci-tronen und Granaten säuselte, oder der Silberlautder Fontänen melodisch durch die Gärten tönte, wurdedas Schweigen gebrochen. Dem Mauren schlug dasHerz hoch; im nächsten Augenblick hatte er die Ein-friedigung überstiegen und befand sich auf einem grünenRasengrund, über den die reichen Farben mancherschlummernden Blume glänzten, und Gruppen undAlleen üppigen Laubes und goldener Früchte ihre Schat-ten warfen.

Nicht lange und er stand vor einem Haus, dessenBauart über das maurische Reich hinaus zu gehenschien. Es war über niedrigen Kreuzgängcn, die durchschwere, vcrwittcrre Pfeiler getragen wurden, aufge-führt, und eine Fülle von Rosen und Schlinggewäch-sen hielt cS beinah ganz versteckt; die Gitterlädcn liber-halb der Kreuzgängc öffneten auf große, vergoldeteBalkons, die der maurische Geschmack dem Ganzenzngefügt hatte. Nur hinter Einem Fenster schimmerteein Licht; der Rest des Gebäudes war dunkel, als ob,jenes Eine Gemach ausgenommen, im Innern allcnt-