Druckschrift 
4 (1847)
Entstehung
Seite
85
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fast desselben Inhaltes empfangen. Einen weniger starkenGeist hätten diese unbestimmten Anspielungen auf einenHähern Stand, auf eine Zukunft, die im Gegensatz stand zuseinem jetzigen arbeitsvollcn Loose, leicht gefährlich werdenkönnen; aber nach einem einzigen Blicke auf seine in jederHinsicht einsame Stellung und wahrscheinlichen Erwartun-gen schüttelte Ardworth's nüchterner Geist die leichte Stö-rung ab, die so nebelhafte Prophezeihungen in ihm hsrvor-gebracht hatten. Die Familie seiner Mutter kannte er aller-dings nichter wußte nicht einmal ihren Familiennamen.Aber gerade dies sprach für Hoffnungen von dieser Seitenicht günstig. Verwandte von Reichen und Hochgebornenbleiben selten im Dunkeln. Von seines Vaters Familiehatte er gar nichts zu erwarten. Größer» Eindruck hatteauf ihn die Ermahnung gemacht, unter seinem Namen miteinem bedeutenden Originalwerk vor das lesende Publikumzu treten. Er hatte diesen Gedanken schon oft ohne Anre-gung von außen bei sich überlegt; aber theils hatte ihn dieNothwendigkeit mit den steten Anforderungen des TagesSchritt zn halten, sheils die Ucberzeugnng abgehalten, daßman sich selbst durch die glänzendste Leistung auf dem Gebietder Literatur in der Advokatur wenig vorwärts bringt. Ihnfreute das natürliche Streben des Genies in seiner Ruhe-losigkeit; aber das Genie der Geduld (die vornehmere Kraft)hielt ihn zurück. So weit hatten jedoch die Einflüsterungenseines Korrespondenten gewirkt. Aber bis jetzt hatte er sichimmer zn überreden gesucht, daß die ihm so seltsam aufgd-zwnngenc» Nathschlägc aus nichtigen Beweggründen be-