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Charakter und unbefleckter Ehre ist, würde fiel) meine Mut-ter nur freuen, daß ich einen geschickten und talentvollenMann kcnne, und nicht nach seinen Eltern und seiner Her-kunft fragen. Aber meine Mutter würde trauern, wennsie mich vertraut fände mit einem Bourbon und einem Rafael,dem ersten in Rang und dem ersten an Genie, wenn der Prinzund der Künstler sein adelig Schild geschändet hätte. Miteinem Wort, sie legt den größten Werth auf Ehre und Ge-wissen — alles Andere beachtet sie wenig."
„Hm!" Varney sah zu Boden, als ob er seine Stiefelnmustere, und sagte leichthin: „Es istdoch nicht möglich über dieStraße zu gehe», und steh die Stiefeln nicht zu beschmutzen!Nu» also — Sie stimmen mit Ihrer Mutter überein?"
„ES wäre seltsam, wenn ichs nicht thäte. Als ich kaumvier Jahr alt war, führte mich mein Vater durch die langeAhnengallerie in Laughton und sprach: Geh durchs Leben,als ob diese Ehrenmänner aufDich herabsähen. Und, fügte St.John mit seinem franken Lächeln hinzu, dann sagte wohlmeine Mutter noch: Und diese fleckenlose Frauen, Pcrcival!"
ES lag etwas Edles und Rührendes in dem leisen Tone,mit dem der Jüngling dies sprach; es war dies die Erklä-rung seiner ungewöhnlichen Züchtigkeit und der offenen ge-funden Unschuld seines Charakters.
Der Teufel auf Varney'S Lippe zuckte höhnisch.
„Mein junger Freund, Sie haben noch nicht geliebt.Meinen Sie, daß es einmal geschehen wird?"
„Ich habe geträumt, daß ich einmal lieben könnte. Aberich kann warten."