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1 (1868)
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505
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in den Rheinlanden.

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Eckthürmclien und spitzem Helm. — Gervasiuskirche, spätgothiscli,mit nur einem niedrigen Seitenschiff auf der Nordseite und neben stehendemThurm. ■— Jesuitenkirche, einfach goth. Hallenbau mit einschiffigemChor. Rundpfeiler mit vier Halbsäulen. Schönes Westportal. (Schmidt,Baudenkm. in Trier. Lief. 3 Taf. 5.) — Die Liebfrauenkirche (1227bis 1244), das älteste deutsche Gebäude entschieden goth. Stils, von höchsteigentümlicher Grundform in der Weise der altchristl. C'entralbauten: eingleicharmiges Kreuz mit verlängertem, fünfseitig geschlossenem Chor undje dreiseitig geschlossenen niedrigen Kapellen zwischen den ebenfalls drei-seitig geschlossenen Kreuzarmen, so dass das Ganze sich als ein mit Halb-polygonen umkränztes Zwölfeck gestaltet, über welchem sich ein einfacherviereckiger Mittelthurm erhebt. Die zwölf schlanken Rundpfeiler des Innernhaben attisirende Rasen, Schaftringe und runde Laubcapitäle ; nur die derVierung sind mit je vier Halbsäulen besetzt. Leber das Vorbild des Grund-planes s. oben S. 471. (Schmidt a. a. O. Lief. 1. — Gailhabaud,Renkm. Bd. 3 No. 1. — Förster, Denkm. 1, 27 und 1 Taf.)

Ueberliiigen ] ) am Bodensee. Das Münster aus dem XIV. bis XVI.Jahrh., fünfschiffig und ausserdem noch mit Kapclleneinbauten zwischenden einwärts Quermauern bildenden Strebepfeilern der Langseiten. Dereinschiffige Chor, nur von der Höhe der inneren Seitenschiffe (begonnen1380), mit Seitenräumen, welche den Unterbau zweier Thürme bilden, vondenen nur der südliche vollendet ist. Sämmtliche Pfeiler sind rund und imMittelschiffe meist mit je acht Diensten besetzt. Die Seitenschiffe über-steigen einander stufenweise und sind jetzt beiderseits durch ein breitesPultdach bedeckt. — Die Jodocuskirclic (1424— 14(52), die Leon-hardskapelle (1437) und die Luciuskapelle (geweiht 148(5), sämrnt-lich spätgothiscli.

Velinen unweit Cochem. Kleine spätgoth. zweischiffige Kirche , derenKreuzgewölbe von 1538 auf einem runden Mittelpfeiler ruhen; der schmä-lere Chor ist gerade geschlossen.

Ullkel bei Bonn. Spätgothische Hallenkirche mit einschiffigem l'rüh-gotliisehem, aber spätgothiscli eingewölbtem Chor und Westthurm. DieRundpfeiler im Langhause an der Front mit einem Gurtträger. Jedes Schiffhat sein besonderes Dach.

Wanderath bei Adenau. Zweischiffige Hallenkirche mit zwei Rund-pfeilern und später angebauten Seitenschiffen.

Wcissenburg im Eisass. Das Münster, 1 2 ) elegant streng gotliisch (derHochaltar geweiht 1284) , von basilikaler Anlage in der Grundform desKreuzes mit einem in die Diagonale gestellten polygonen Anbau im Winkelzwischen dem kurzen Chor und dem nördlichen Kreuzarm und einem süd-lich hinzugefügten äusseren Seitenschiff, dessen westlicher Theil sich in dreiquadratischen Jochen als hohe prächtige Vorhalle nach aussen öffnet, undwelchem östlich von dem weit ausladenden Querschiff ein polygon geschlos-sener Nebenchor entspricht. Die Pfeiler sind rund mit je vier Diensten,lieber dem Kuppelgewölbe der Vierung ein Thurm mit Zopfaufsatz; vor

1) Staiger, X., die Stadt Ueberlingen. 1S59.

2) Ohley er, die Kirche zu St. Peter u. Paul zu Weissenburg. 1863.