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1 (1868)
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Gothische Kirchen

nisirt. — Ulrichskirche aus der zweiten Hälfte des XIY. Jahrh. ; derThurm 1440—1444. Profanirt.

Beilsteiil bei Cochem. Spätgothische Hallenkirche mit runden Pfeilernund geradem Chorschluss.

Hern. Die Marienkapelle um 1465. —Das Münster 1 ) mit ba-silikalem Langhaus und einschiffigem Chor 1421 —1520. Kreuzförmigemit Diensten besetzte Pfeiler und reiche Netzgewölbe. Zwischen den nachinnen gezogenen Strebepfeilern Kapellen. Das grossartige Hauptportal inverschwenderischem Schmuck. Westthurm unvollendet, (itiggenhach ,in den Mittheil, der k. k. Central-Comm. etc. (1861). 6, 29 — 33. —Förster, Denkm. 10, 47 f. und 2 Taf.) — Die frühgoth. Prediger-kirche 1277, ähnlich der Kirche dieses Ordens in Basel. 2 3 4 )

Bingen. Die ursprünglich dreischiffige Pfarrkirche von 1403 wurde imJahre 1500 durch den Anbau zweier äusseren Abseiten erweitert.

Biftliurg unweit Trier. Die spätgoth. Oberkirche mit nur einem (siidl.)Seitenschiff und modernem Chor.

Bonn. Die Minoriten (Stadt-)kirche von 1450 mit dreischiffig basili-kalern Langhaus und einschiffigem Chor. Rundpfeiler mit zwei Diensten.

Bojipmd. Die Franeiscaner- und die Karmeliterkirche, :! ) beide ein-schiffig, letztere mit einem später angebauten gleich hohen Seitenschiff.

Brnunfels bei Weilburg. Die Schlosskirche, spätgoth., ohne Bedeutung:ein niedriger Hallenbau mit capitällosen Rundpfeilern.

Bruchsal. Die Stiftskirche von 1444, die Michaelskirchevon 1472.

Calcar. Die Stiftskirche, dreiscliiffiger Hallenbau mit Rundpfeilern,nach Kinkel (Kunstbl. 1846 S. 150) das schönste, in sich zur grössestenHarmonie vollendete Modell des niederrheinischen Backsteinbaues.

Carilcn. Das Langhaus der 1247 geweihten Stiftskirche, ■*) friihgothischbasilikal; Rundpfeiler mit vier Diensten und edlen Laubcapitälen; sehr nied-rige Arkaden. Restaurirt.

Castell a. d. Saar. Spätgothische zweischiffige Hallenkirche mit acht-eckigen Pfeilern, Netzgewölben und schon rundbogigen Fenstern.

Clausen bei Trier. Die spätgoth. zweischiffige Wallfahrtskirche mitachteckigem Pfeiler; der Chor geweiht 1174.

Cleve. Die Capitelskirchc von 1334 führt den Stil des nieder-rheinischen Backsteinbaues in strenger Grossartigkeit durch : zwei Thürmeerheben sich über dem Westende der niedrigeren Seitenschiffe, welche nebendem fünf'seitigen Chorschlusse vierseitig schliessen und mit zwei Polygon-seiten über die Fluchtlinie vortreten. Die Arkadenpfeiler sind rund undnach dem Hauptschiffe zu mit einem Bündel von Rundstäben besetzt, aufderen Capital die Gurte der einfachen Wölbung aufsetzen. Die Fenster-

1) Probst, das Münster zu Bern. — Stantz, Münsterbuch. Eine artist.-hist.Beschreib, des St. Vincenzen-Münsters in Bern. IS65.

2) Das Doininicanerkloster in Bern. Neujahrsblatt 1857.

3) No Iden, die Carmeliterkirche in Boppard. Sehulprogrannn 1854. Vergl.lleichensperger, Venn. Sehr. S. 420.

4) Quast, Feld. v., die Stiftskirche St. Castor zu Carden a. d. Mosel, in derZeitschr. für Archäol u. Kunst I, 1(0 u. Fig. 40.