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Gothische Kirchen
land, sondern in den Domen von Cöln, Strassbuvg und Freiburg auch,die weithin berühmtesten und glänzendsten Kirchen unseres Vater-landes. Neben diesem reichen Kathedralenstil finden sich dann be-sonders abwärts von Cöln Beispiele einer einfacheren Bauweise, na-mentlich an den Kirchen der Bettelorden, und in der Umgegend desBodensees sogar mehrere ungewölbte Kirchen (St. Stephan in Constanz,Stadtkirche in St. Gallen, Franciscanerkirche in Lindau). — AmNiederrhein und unterhalb Xanten von Calcar an weicht der Tuffsteindem Ziegelbau, welcher hier jedoch (wie in Flolland und Bayern) ohnealle künstlerische Ausbildung nur bei den Mauermassen angewendeterscheint; alles Detail ist von Haustein. — Die grosse Mehrzahl dergothischen Kirchen des Rheinlandes datirt erst aus dem XV. Jahr-hundert.
Vergl. Schnaase, Kunstgesch. 5, 475—4S7 ; 490—554; 0, 204—274.—Ivugler, Gesell, der Baukunst 3, 205—230; 301—307; 370»—381.—Lübke,Gesch. der Architektur S. 54S ff.
Aachen. Die Franciscanerkirche, spätgoth. Hallenbau mit ein-schiffigem Chor; runde Pfeiler. — Der dem karoling. Münster (s. obenS. 283) im Jahre 1353 angebaute Chor, in reichem glänzenden Stil, lle-staurirt. 1 ) — Die spätgoth. Paulskirche mit fast gleich hohen Schiffenund einschiffigem Chor. Runde Pfeiler. — Die Ph o 1 ianskirche, spät-gothiscli mit niederen Seitenschiffen; Pfeiler theils rund, theils viereckig,theils mit, theils ohne Dienste. Vergl. Lotz 1, 3(1.
Adenau unweit Altenahr. Der gerade geschlossene Chor der Kirche,einfach ausgebildet gothisch; das Schiff mit seinen Rundpfeilern oder dochdie Ueberwölbung desselben spätgothisch.
Almvcilcr. Die Lorenzkirche, begonnen zwischen 1245 und 1274,doch im Wesentlichen wohl aus dem XIV. Jalirh., oblonger Hallenbau mitdrei polygonisch scliliessenden Schiften , so dass der Schluss der Seiten-schiffe über die Flucht der Langwände hervortritt. Rundpfeiler. Ueber derWestseite ein achteckiger Thurm. Die Emporen ein spätgoth. Einbau.(Müller. Fz. Hub., Beiträge II. Taf. 5. 9. 10. 15. 20 f.)
Allerheiligen bei Oberkirch. Kirchenruine des 119(1 gegr. Cisterzienser-klosters ; kreuzförmiger llallcnbau mit Nebenchören an der Ostseite derKreuzarme und einfachem Mittelthurm; die östlichen Theile frühgothisch.Die Pfeiler mit vier Diensten und Capitälen, im Westen ohne Capitäle.Vergl. Lotz 2, 7.
Altenberg a. d. Lahn. Prämonstratenser - Nonnenkirche , einschiffigeKreuzkirche mit ausgedehntem Nonnenchor über einer zweisehiffigen Hallemit zwei Fensterreihen, einfach frühgothisch um 12G7. (Kugler, Kl.Sehr. 2, 179 f.)
1) Jungblutli, F., die Restauration des Aachener Münsters. 18G2. — Bock,F/.., das Liebfrauenmünster zu Aachen. Ein Vortrag. lS(i(i. — Crem er, R., Be-sprechung des durch Dr. Bock gehaltenen Vortrages etc. 18(i(i.