456
Romanische Kirchen
Gross-Wulkow bei Jerichow. Die einschiffige Kirche mit Apsis am ein-springenden Chor nnd Westthurm; Ziegelbau.
Güstrow. Der Kern des goth. Domes, eine einschiffige Kreuzkirche imUebergangsstil seit 1226 : die Fenster zu dreien in pyramidalen Gruppen.Am Querschiffgiehel ein gestelzt aufsteigender Rundbogenfries (Essen-wein, Backsteinbau. Taf. 13 Fig. 5).
lladlleby bei Schleswig. Einschiffige Kirche mit einspringendem, ge-rade geschlossenem und überwölbtem Chor; Granit mit Ziegelfenstern.
Ilageiiow unweit Schwerin. Der gerade geschlossene Chor der imUebrigen gothisch umgebauten Kirche im Uebergangsstil.
Ilavelberg. Der Sandstein-Unterbau des Domes und andere roman.Ueberreste rühren von dem 1170 geweihten Ban her.
Ileiligetlhilfcn am Fehmarsund. Der Chor der Kirche im Uebergangs-stil, mit drei Spitzbogenfenstern in der geraden Schlusswand und äusserlichmit Lisenen und ltundbogenfriesen. Vergl. I.otz 1, 285.
Ileiligciistcilteil bei Itzehoe. Niedrige Granitkirche mit grossen Spitz-bogenfenstern, die paarweise in einem Blendbogen stehen, dessen Feld voneiner Rundöffnung durchbrochen ist. Vergl. I, otz 1, 287.
Hilnmelpfoi't hei Fürstenberg in Strelitz. Das der Seitenschiffe beraubteLanghaus der Kirche des 129!) gegründeten Cisterzienserklosters mit goth.Chor. (Mark. Forsch. 6, 1.)
Ilohengöhrrti bei Stendal. Dortkirche aus Ziegeln.
Iluile im Oldenburg. Kr. Delmenhorst. Ruine der Cisterzienserkirche, 1 )einer stattlichen, gerade geschlossenen, gewölbten, spitzbogigen Pfeilerba-silika in Kreuzform von schönen Verhältnissen, in gothisirendem Ueber-gangsstil, um 1236. Die viereckigen Pfeiler mit Ecksäulen; an den Scheid-mauern unterhalb des aus rothen und gelben Wechselziegeln bestehendenArkadensimses eine fein gegliederte Blendenreihe. In den Schilden der aufsculpirten Backsteinconsolen ruhenden Mittelschiffgewölbe je ein Fensterzwischen zwei Blenden.
Jei'icllOW hei Tangermünde. Die Prämonstratenserkirche, einekreuzförmige, flach gedeckte Säulenbasilika mit je einem Pfeiler in Westen :die Säulen mit Trapezcapitälen (oben S. 417 Fig. 188), deren Deckplattenaus Haustein bestehen. Unter dem mit einer Apsis versehenen Chore zuebener Erde eine zweischiffige Säulenkrypta aus Sandstein (oben S. 41Fig. 13); neben demselben zwei in der Tonne gewölbte, mit Apsidenschliessende Seitenkapellen; diese Ostpartie und die beiden Thürme inWesten (oben S. 144 Fig. 186) etwas später als der übrige zwischen 1147und 1152 angefangene Bau. Das Aeussere überall mit Lisenen, Bogen-friesen und deutschen Bändern (oben S. 44 7 Fig. 187). Die ganze Kircheein durch vollendete Sauberkeit der Technik und klare Durchbildung desAeusseren ausgezeichneter Schöpfungsbau ; restaurirt 1856. (Strack undMeyerheim, Dcnkm. No. 20. — v. Minutoli, Denkm. Lief. 2. —v. Quast, im D. Kunstbl. 1850. No. 30 S. 233 ff. — Essenwein,
I) Muhle, das Kloster Hude. Mit Grundriss. 1820. — Müller, Herrn. Alex.,die Kirche in Berne u. das Kloster linde, im 1). Kunstbl. 1854. S. 257 f. — All-mers, II., die Ruinen der Cisterzienserabtei Hude, ebd. 1856. S. 19.