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Romanische Kirchen
.Harieufelil unweit Gütersloh. Die Oisterzienserkirche, ! ) Zie-gelbau im Uebergangsstil mit Hausteindetails, geweiht. 1222 : eine kreuz-' förmige, spitzbogige, überwölbte Basilika mit wechselnden Pfeilern undSäulen und einem niedrigen Umgang um den gerade geschlossenen Chor.Die Stelle des südlichen Seitenschiffes nimmt ein Ueberrest des gothischenKreuzganges ein. Am Aeussern Rundbogenfriese aus Ziegeln. (LütkeTaf. 8.)
Miirienniiilister bei Höxter. Die Benedictinerkirche, eine völlig ver-änderte und verzopfte Basilika mit achteckigem Thurm über dem Kreuz-mittel und zwei durch einen wagerecht endenden Zwischenbau verbundenenWestthürmen.
Mengede bei Dortmund. Die Kirche in Kreuzform mit geradem Chor-scliluss, ein dreischiffiger Hallenbau in rohem Uebergangsstil.
Melden bei Steinfurt. Die Nonnenkirche in merkwürdig unregel-mässiger Anlage und Ausbildung , ein Hallenbau ohne südliches Seiten-schiff im Uebergangsstil, anscheinend aus einem älteren Gebäude umge-wandelt, mit gerade schliessendem Chor, mit einer weit in beide Schiffevortretenden unterwölbten, von Pfeilern getragenen Nonnenempore inWesten. Der Zwischenbau mit Staffelgiebel; ebenso der südlich anliegendeThurm, während der nördliche nur im Unteibau vorhanden ist. Auf derSüdseite ein prachtvoll spätromanisches Säulenportal. (Lübke Taf. 7Fig. 8.)
Mel hier unweit Dortmund. Die Kirche, ein dreischiffiger Hallenbaumit quadratischem Chor und polygonen Apsiden am Ostende der Seiten-schiffe, in zierlich durchgeführtem spitzbogigem Uebergangsstil. Die kreuz-förmigen Pfeiler mit vier Halbsäulen und vier Ecksäulen für die Quer- undKreuzgurte der Gewölbe. Die Seitenschiffe, die fast ebenso breit und ebensohoch sind, wie das Hauptschiff, haben einzelne Giebeldächer von gleicherHöhe mit dem Dache des letzteren. Der Westthurm ist älter als das Uebrige.Restaurirt. (Lübke Taf. 11. 15 f. und 25.)
Minden. Der Westbau des Domes: ein Glockenhaus von der vollenBreite der Kirche mit von Säulen getheilten Schallöffnungen im Oberge-schoss, aus dessen Mitte ein.mit ähnlichen Oeffnungen versehener niedrigerSattelthurm aufsteigt. Diese Theile sehr wahrscheinlich 10ü2—1072; dieniedrige (gothisch veränderte) Vorhalle vor dieser Farade anscheinend etwagleichzeitig mit dem Querhause und dem Langchore im spätroman. Stil.Das Uebrige ist gothisch. (Lübke Taf. 2 Fig. 2.) Der Kreuzgang inhöchst einfachem Uebergangsstil. — Die Marienkirche enthält in ihremgoth. Umbau noch den Kern einer roman. Basilika. Die Martinikirche,jetzt ein goth. Hallenbau, war früher ebenfalls eine gewölbte romanischeBasilika.
Möllenbeck bei Rinteln. Die beiden runden Westthürme der spät-gothischen ehemaligen Benedictiner - Nonnenkirche. Romanische Restein der Krypta, vielleicht auch im Querschiff. (Lübke Taf. 20 Fig. il. e .)
I) L(übke) a a. 0. S. 18 f. ; 3. Marienfeld.